Texte

DIETER KRAUS  »Porträt«
"eurowinds / Bläsermusik in Europa"
5/2018
Dieter Kraus spielt in St. Peter
"Schwäbische Zeitung"
13. April 2018
Tolles Saison-Finale auf der Seebühne"
"Südwest Presse"
15.08.2017
Massive Klangwellen und zarte Klangperlen
"Schwäbische Zeitung"
26. Oktober 2017
Sommerbühne: Zum Schluss noch eine Klangwelle "Südwest Presse"
09.08.2017

Die 13. Spielzeit der Sommerbühne am Blautopf endet am Sonntag, 19 Uhr, mit einer Premiere, mit einer Band, die in dieser Besetzung das erste Mal auf der Bühne steht. „Klangwelle“ heißt sie und besteht aus bestens bekannten Musikern aus der Region: Saxophonist Dieter Kraus, Jazz-Gitarrist Uwe Lange, Bassist Michael Weigler sowie die Vibraphonistin und Percussionistin Vanessa Porter.

Doch das Quartett steht in Blaubeuren nicht nur das erste Mal gemeinsam auf der Bühne, das zentrale Stück wird ein Werk des ägyptischen Komponisten Mohamed Basha sein. Dessen Saxophon-Konzert hatte Dieter Kraus vor zwei Jahren in Kairo uraufgeführt. Mittlerweile hat Kraus das Konzert für die Klangwellen-Besetzung eingerichtet: Und diese kammermusikalische Version wird in Blaubeuren erstmals überhaupt erklingen. Dazu gibt es Coverversionen von Wayne-Shorter- und Pat-Metheny-­Titeln.

„Uwe Lange und ich kennen uns schon seit Jahrzehnten, sind uns immer wieder über den Weg gelaufen und haben immer wieder davon gesprochen, doch mal was zusammen zu machen“, erzählt Kraus. Über den Weg gelaufen sind sich die Musiker auch oft im Theater Ulm, wo sie mit ihren Instrumenten, die eben nicht zur klassischen Orchesterbesetzung gehören, seit Jahrzehnten die erste Wahl sind, wenn elektrische Gitarre oder Saxophon zu besetzen sind.

Nahezu namensgleich geht es am Blaubeurer Finalabend weiter, denn als zweite Band geht das Quartett Klangcraft auf die Bühne: Schlagzeuger Hermann Kock hat bereits mit dem Sagmeister Trio Topseller-Alben aufgenommen, Bassist Moritz Grenzmann verbindet Akkordtappings, Flageoletts und Basstöne zu einem einzigartigen Stil, Pianist Manuel Seng ist mehrfacher Preisträger von „Jugend musiziert“ und ein Tastenvirtuose in den Sparten Klassik und Jazz. Mit Sängerin Judith Erb mixen sie Pop, Jazz und Worldmusic.

Pimpy Panda am Samstag

Bereits am Samstag, 19.30 Uhr, gastiert Pimpy Panda auf der Sommerbühne, ein Quartett mit Musikern aus New York, Riga und Bielefeld. Neben Bandgründer Daniel Hopf (Bass), der schon mit Philip Lassiter, Cosmo Klein und Ricky Lawson gespielt hat, sind auch der „Voice of Germany“-­erprobte Sänger Nico Gomez und Alana Alexander dabei, deren reife Soulstimme ihr Gospel-Erbe und die Jazz-Ausbildung in Manhattan spüren lässt. Begleitet werden sie auch von Alexander Lipan und Tobias Müller (Gitarre), Vincent Golly (Drums) und dem Organisten und Keyboarder Simon Oslender.

Massive Klangwellen und zarte Klangperlen
"Schwäbische Zeitung"
26.10.2017

Urspring sz Nicht nur Eingeweihten sind die Urspringer Kulturtage längst ein Begriff. In unregelmäßigen Abständen präsentiert die Urspringschule unter diesem Label Musiker verschiedenster Stilrichtungen, Kleinkunst und Filme. Vergangenes Wochenende war hier die Band Klangwelle zu erleben. In der Jazzklubatmosphäre des locker gefüllten „BlueChiliCafé“ der Schule nahmen die Musiker um den Ulmer Saxophonisten Dieter Kraus das Publikum mit auf eine Surftour durch die Welt der Klänge. Auf dem Programm standen neben Arrangements bekannter Größen aus dem Grenzgebiet von Jazz und Rock Eigenkompostionen der Klangwelle-Musiker: neben Kraus der Jazz-Gitarrist Uwe Lange, die Vibraphonistin und Perkussionistin Vanessa Porter und – als Gast – Michael Weigler am Bass.

Tolles Saison-Finale auf der Seebühne
"Südwest Presse"
15.08.2017

Klangrausch – ein wenig aufgeregt war er ja schon: Nicht nur, das der Ulmer Saxophonist Dieter Kraus sein  neues Bandprojekt Klangwelle zum ersten Mal der Öffentlichkeit präsentieren konnte, nein, sogar ein neues Instrument kam dabei zum Einsatz, und dann hatte er auch noch seine Jacke vergessen, wo es doch am Blautopf  zieht wie Hechtsuppe!

In Quartettbesetzung mit Saxophon, Kontrabass, Gitarre und Perkussion eröffnete er eine gute Stunde lang den letzten Abend der Festivalsaison auf der Seebühne. Kraus’ Bühnenkollegen überzeugten an den Instrumenten, insbesondere Vanessa Porter aus Laupheim begeisterte am Vibraphon und mit anderer Percussion. Den großen Auftritt hatte Kraus selbst, als er das Intro für Pat Methenys „Always and Forever“ mit einer Ocean Drum spielte, bei der durch sanftes Bewegen feine Perlen den Klang von Meeresrauschen erzeugen. Dank Surf-Gitarre und karibischen Rhythmen fühlte man sich trotz mäßiger Temperaturen an einen paradiesischen Strand entführt.

Großes Kino dann mit „Saxawala“, der Suite für Saxophon und Orchester des ägyptischen Speedmetal-Drummers Mohamed Basha, die Kraus umarrangiert hatte. Der Auftritt kam so gut an, dass die Hauptattraktion des Abends, die Formation Klangcraft um Ausnahme-Schlagzeuger Hermann Kock sich regelrecht beflügelt fühlte – Kock drückte dem großartigen Support seinen aufrichtigen Dank aus.

Leidenschaft und Können

Der Großteil ihres Sets stammt vom letztjährigen Studiodebüt „In a dream“, für das in vier Wochen ein Nachfolger aufgenommen werden soll, wie Sängerin Judith Erb verriet, als sie den Titel „Follow“ als Vorgeschmack präsentierte. Dieser wie auch viele andere Stücke mäanderte gekonnt zwischen geschmackvollem Pop-Rock und Ausflügen in jazzige Gefilde. Manchmal vielleicht einen Tick zu konventionell, aber immer mit Leidenschaft und Können gespielt.

Die experimentelleren Kompositionen wie das sich langsam aufbauende „Afro Feels“ mit seinen weltmusikalischen Klangtupfern oder die treibende Schlussnummer „Heftige Unwucht“, für die E-Pianist Manuel Zeng ein mysteriös-faszinierendes Motiv spielte, waren die wahren Hinhörer in einem Repertoire, das neben Eigenkompositionen auch Raum für Klassiker von David Bowie und Prince ließ.

Veranstalter Peter Imhof konnte mit diesem Konzert, das fast schon als Double-Headliner-­Event durchgegangen wäre, die Saison würdig beschließen. Sein Grußwort hatte er zuvor schon für Dank an die 25 Helfer genutzt.

Magische Klänge: Sax and Pipes
Südwestpresse
27.08.2019

Die Walcker-Orgel des Münsters ist 50 Jahre alt. Zu den Gratulanten zählen auch Andreas Gräsle und Dieter Kraus.

Am 19. Oktober 1969, also vor 50 Jahren, wurde die Walcker- Orgel im Ulmer Münster eingeweiht.

Aus diesem Anlass gibt es bis zum Jahrestag Geburtstagskonzerte, die sonntags von nationalen und internationalen Orgelvirtuosen gespielt werden. Nun traten zwei Künstler auf, die in der Region bekannt sind, da sie seit fast 20 Jahren zusammen mit Joo Kraus die "Christmas Night" in der Pauluskirche veranstalten: Saxofonist Dieter Kraus und Organist Andrteas Gräsle. Die beiden Musiker spielen seit 1996 zusammen und boten vor 200 Zuhörern ein Programm fern von Kirchenmusik und Orgelkompositionen. Bearbeitungen von sinfonischen Werken und Filmmusik erklangen. Doch hatte man nicht den Eindruck, das passe nicht in den sakralen Raum, im Gegenteil. Mit feinsinnigem Spiel auf Sopran- und Altsaxofon im flinken Wechsel und mit lyrisch schwebenden Tönen zauberte Dieter Kraus nahezu magische Klänge, die den großen Raum füllten, ohne mit Druck und Lautstärke arbeiten zu müssen. Und Andreas Gräsle gelang es wunderbar, mit seinem filigranen Spiel Klangräume entstehen zu lassen, die den Partner selten zudeckten.

Großartiges Duo

Nach Auszügen aus den "Polowetzer Tänzen" aus der Oper "Fürst Igor" von Alexander Borodin gab es die "Pavane" von Gabriel Fauré. Ursprünglich für Klavier geschrieben, dann vom Komponisten für Orchester mit optionalem Chor bearbeitet, erklang sie nun mit diesem großartigen Duo, als ob es schon immer so sein sollte. Und dieses Gefühl sollte anhalten. Denn auch die drei Teile aus der "Tschechischen Suite" Dvoráks passten einfach. Die zauberhafte Idylle der Pastorale, die schwelgerische Romanze und der finale Furiant gaben beiden Künstlern beste Gelegenheiten, ihr meisterliches Können unter Beweis zu stellen.

Gestört wurde diese Fülle an Wohllaut durch penetrant fotografierende und filmende Zuhörer sowie mit Kind und Kegel umhergehende Besucher. Man konnte das gut ignorieren, wenn man sich mit geschlossenen Augen ganz der Musik hingab.

Eine vierteilige Suite mit Musik zu "Harry Potter und der Stein der Weisen" von John Williams, die "Berceuse" von Jean- Michel Damase, der dieses Wiegenlied ursprünglich für Horn und Piano komponiert hatte, sowie abschließend eine traumschöne Bearbeitung des Kinderchores "Land Of Our Birth" aus der großangelegten Kantate "A Song of Thanksgiving" von Ralph Vaugahn Williams brachten dieses schöne Konzert nach nur 45 Minuten leider schon ans Ende.

Gottfried Lothar

Instrumente verschmelzen zur Einheit
"Schwarzwälder Bote"
22.10.2019